VORFERTIGUNGSSYSTEM FÜR HOLZDACHKONSTRUKTIONEN
Die Vorfertigung von Dachgebinden
unter Verwendung von Stachelplatten hat sich im Laufe der letzten 30
Jahre zu dominierenden Methode entwickelt, mit der Dächer in den USA,
Australien, West- und Südeuropa errichtet werden. Die Technologie wird
in den fünfziger Jahren in den USA entwickelt. Im folgenden Jahrzehnt
kommt das System nach Europa. Die ersten Konstruktionen, unter Verwendung
von aus den USA importierten Platten, entstehen in der Schweiz und in
Norwegen. Die Zahl der Produzenten von Bindern wächst und 1976 entstehen
die ersten europäischen Werke für Stachelplatten, nämlich in Großbritannien,
Schweden und Norwegen.
Das System erfreut sich seit
den siebziger Jahren immer größerer Beliebtheit in der Bauwirtschaft.
So wurden zum Beispiel in Schweden 1970 in dieser Technologie lediglich
1% der Gebinde erstellt, 1980 bereits 40% und gegenwärtig sind es 99%.
In Mitteleuropa hat sich das System am schnellsten in Tschechien etabliert,
wo sein Marktanteil gegenwärtig 55% beträgt.
Um die Popularität dieser Technologie
zu verdeutlichen, sei hinzugefügt, dass z. B. im fünf Millionen Einwohner
zählenden Dänemark jährlich etwa 350000 Binder produziert und dabei
2000 Tonnen Platten verbraucht werden.
Das Vorfertigungssystem erlaubt
es, eine ganze Reihe von Bindertypen zu produzieren. Am häufigsten trifft
man knapp zwanzig
Grundarten an, aber ihre Form ist praktisch beliebig

Rahmenbinder bilden nicht nur das Dach,
sondern auch ganze vorgefertigte
Holzhallen.
VORZÜGE DES SYSTEMS
DIE VERWENDUNG VON VORGEFERTIGTEN HOLZDACHKONSTRUKTIONEN
SENKT DIE BAUKOSTEN
- Das einfache System eliminiert die Notwendigkeit,
mit der Anfertigung von Dächern Fachfirmen zu beauftragen (man kann
Binder zur Eigenmontage erwerben oder die Montage übernimmt ihr Produzent).
- Enorme Ersparnisse ermöglicht die
Verwendung des Unterstreifens als Deckenkonstruktion (sowohl bei
genutzten und ungenutzten Dachgeschossen), wodurch man auf eine teure
Betondecke verzichten kann.
- Diese Eliminierung der Decke (vom Typ Filigran oder
Teriva) während der Projektphase „entlastet“ die Konstruktion und
ermöglicht es, durch die Verwendung leichterer Wände und Fundamente
zusätzliche Einsparungen zu realisieren.
- Der Umfang der Montagearbeiten am Objekt verringert
sich, was die Bauzeit wesentlich beschleunigt.
- Es besteht die Möglichkeit, das Dach im Winter zu
errichten und dadurch die Bausaison zu verlängern.
- Die Zusammenarbeit des Betriebs mit dem Projektanten
während der Projektphase kann die Projektkosten senken, weil der Konstrukteur
auf den Zeichnungen nur die Geometrie des Binderumrisses und die Belastungsbedingungen
vorgibt. Die statischen Berechnungen sowie die technische und produktionsbezogene
Dokumentation erstellt das Binderwerk.
- Der Bauherr kennt die endgültigen Kosten des Gebindes
bereits während der Projektierungsphase (bei einer traditionellen
Herstellung durch Zimmermänner haben wir nur eine mehr oder wenige
genaue Schätzung und die Endrechnung ist das Ergebnis vieler Teilwerte
wie Kosten des Schnittholzes, seines Transports, Abfälle, Lohn für
die Zimmermänner, Beschläge, Imprägnierungen u.ä.).
- Da eine Computersoftware den Schnittholzverbrauch
optimalisiert, kommt es im Vergleich zu klassischen Konstruktionen
zu wesentlichen Einsparungen (20-40% weniger Verbrauch), wodurch ein
vorfertigender Betrieb einen niedrigeren Preis anbieten kann.
- Es besteht die Möglichkeit, die Konstruktion kurz
vor der Montage zu liefern, wodurch das Diebstahlrisiko gegenüber
einer losen Lagerung von Schnittholz reduziert wird.
- Es besteht die Möglichkeit, bedeutende Trägerspannweiten
zu schaffen (bis zu 30 m bei geraden Elementen und bis zu 40 m bei
bogenförmigen Elementen), wodurch das Massivholz wesentlich teurere
Materialien wie Stahl, Stahlbeton oder Pressholz ersetzen kann.
DAS VORFERTIGUNGSSYSTEM GARANTIERT DIE
GUTE QUALITÄT DER DACHKONSTRUKTIONEN
- Die rasche Errichtung des Daches aus vorgefertigten
Elementen reduziert die Feuchtigkeit im Gebäude.
- Das Herstellungssystem im Werk stellt eine hohe
Ausführungspräzision sicher.
- Vorgefertigte Binder zeichnen sich im Verhältnis
zu Bindern, die mit traditionellen Methoden montiert werden (genagelt
oder durch Schrauben verbunden) durch eine bessere Tragfähigkeit aus.
- Die verbesserten Möglichkeiten, eine ebene Dachfläche
zu erhalten, erleichtert die Dachdeckung und ihre genaue Ausführung
(das System wird vom Polnischen Dachdeckerverband empfohlen).
- Die Verlegung des Binders in speziellen Schablonen
vor der Verpressung gewährleistet eine genaue und feste Verbindung
sowie eine Wiederholbarkeit der Abmessungen.
DAS VORFERTIGUNGSSYSTEM BRINGT ERHÖHTE
SICHERHEIT
- Die Konstruktion beruht auf sehr präzisen Berechnungen
unserer Ingenieure. Diese setzen einen wesentlichen Sicherheitsspielraum
hinsichtlich der Festigkeit des Schnittholzes und der Platten an.
- Der technologische Prozess zwingt zur Verwendung
hochqualitativen Schnittholzes (es wird ausschließlich Holz mit einer
angemessenen Feuchtigkeit eingesetzt. Das ansonsten häufig auftretende
Risiko, dass Gipskartonplatten durch ein Austrocknen nassen Holzes
reißen (dieses schrumpft durchschnittlich um 1%, wenn die Feuchtigkeit
um 4% abnimmt), gibt es nicht.
- Das Programm generiert eine technologische Dokumentation,
wodurch auch das Risiko eines menschlichen Fehlers bei der Produktionsvorbereitung
eliminiert sowie das Risiko eines Irrtums von Mitarbeitern während
der Produktion gemindert wird.
DAS VORFERTIGUNGSSYSTEM GIBT DEN PROJEKTANTEN
FREIHEIT BEIM PROJEKTIEREN
- Es besteht die Möglichkeit, den
Raum auf dem Dachboden beliebig zu nutzen, weil die Binder keine
Stützpfeiler benötigen.
- Man kann die Dachflächen beliebig der Mauerflucht
anpassen, besonders bei Aufbauten auf schon vorhandene Objekte.
- Die Mitek-Binder benötigen grundsätzlich keine
Stützen zwischen den Außenwänden, was es ermöglicht, die Innenwände
völlig beliebig zu planen. Innenfundamente sind nicht unerlässlich.
Die Trennwände können in Form einer Leichtkonstruktion gebaut werden
und es besteht die Möglichkeit, diese später ohne größere Konstruktionsänderungen
zu versetzen.
